Stefan Dietl … über das Leben.
Das Leben ist wunderschön, bunt wie ein Blumenstrauß und aufregend wie eine Achterbahn. Natürlich ist nicht jeder Tag ein Feiertag. Aber auch dem Alltag kann man viel Schönes abgewinnen. Man muss bloß genau hinsehen. Die kleinen Dinge sind es, die das Leben reich machen.

Stefan Dietl … über Heimat
Heimat hat für mich zwei Dimensionen. Sieht man Heimat als einen Ort, sind es der Bayerische Wald, Elisabethszell, das Hotel Mariandl. Die wunderschöne, ursprüngliche Natur, die niederbayerische Gemütlichkeit, die Bodenständigkeit der Menschen - all das ist ein Schatz, den ich gern mit allen Menschen teilen würde. Wie viel die Region auch musikalisch zu bieten hat, beweisen Künstler wie Florian Fesl oder die GeiWaidler.

Die Heimat meines Herzens ist die Musik. Sie ist immer da, wenn ich sie brauche, sie lässt mich nie im Stich. Zu ihr kann ich flüchten, wenn ich traurig bin, und wenn ich singen könnt‘ vor Glück, singt sie aus mir.

Stefan Dietl … über Freunde
Freunde sind kein Geschenk, sondern etwas, das man sich verdienen muss. Wer immer nur nimmt, steht am Ende mit leeren Händen da. Ein guter Freund ist immer da, wenn du ihn brauchst. Und er weiß, dass du immer für ihn da bist.

Stefan Dietl ... über Erfolg
Erfolgreich zu sein ist wie eine Ballonfahrt. Man hebt ab, fliegt höher und höher, fühlt sich den Wolken nahe und völlig schwerelos. Wer klug ist, lässt sich trotzdem nicht einfach treiben. Ein guter Pilot behält immer die Erde unter sich im Blick und hält Ausschau nach einem sicheren Landeplatz.

Stefan Dietl … über seinen Beinamen der „Singende Wirt“
Den Titel habe ich sozusagen von meinem Vater Siegfried geerbt - und der wiederum bekam ihn von einem Hotelgast verpasst, weil er in unserem „Hotel Mariandl“ in Elisabethszell regelmäßig für die Gäste gesungen hat. Mein Vater hat eine wunderbare Stimme, die Leute kamen bald von überall her, um ihn zu hören und in unserem Haus ein paar gemütliche Stunden zu verleben.

Für mich war es selbstverständlich, diese Tradition fortzuführen. Als man mich dann aber wie selbstverständlich ebenfalls als „Singenden Wirt“ titulierte, war ich zunächst unangenehm berührt. Bei uns in Niederbayern haftet dem Gastwirt, und allemal dem Singenden, doch eher ein negatives Image an, fand ich.

Heute bin ich stolz auf diesen Beinamen. Der „Singende Wirt“ hat unser Haus bekannt gemacht. Er ist ein Synonym für das Lebenswerk meines Vaters.

Ich bin stolz darauf, mit ihm in einem Atemzug genannt zu werden.

Stefan Dietl … über Zeit
In meinem Beruf ist der Gast König. Ich finde das in Ordnung. So lernt man, das Wohl der anderen vor das eigene zu stellen. Leider bleibt dabei nicht viel Zeit für einen selbst. Freundschaften zu pflegen. Sogar die Familie muß häufig zurücktreten. Aber auch daraus habe ich gelernt: die wenige Zeit, die mir bleibt, gut zu nutzen. Indem ich sie auskoste, so wie man einen guten Wein trinkt, ganz bewusst, Schluck für Schluck. Und wenn es auch nur ein paar Minuten sind, die ich mir stehle - das köstliche Gefühl reicht für den ganzen Tag.

Stefan Dietl … über Musik
Musik hat ihre eigene Sprache. Jeder versteht sie, egal, wo er lebt oder was er gelernt hat. Reisen bildet, sagt man. Musik bildet auch. Aber anders. Musik ist Bildung für die Seele und Balsam fürs Gemüt. Ich kann noch so erschöpft sein, noch so missmutig oder aufgewühlt: Musik gibt mir Ruhe und Kraft. Sie ist das Band, das mich mit allen und allem verbindet.

Stefan Dietl … über Menschen
Manche Menschen sind wie die Sonne. Du triffst sie und fühlst dich angezogen. Sie bringen alles zum Leuchten, und Dir ist leicht ums Herz. Andere Menschen machen dir das Leben schwer. Ihnen kann es niemand recht machen und wenn du nicht aufpasst, ziehen sie auch dich nach unten. Ich nehme die einen wie die anderen. Denn sie sind wie das Leben - mal leicht, mal schwer, mal ein Spaziergang und dann wieder eine Klettertour.